Omnibus-I-Initiative: BVI begrüßt Vereinfachungsvorschläge für EU-Nachhaltigkeitsregeln
16.04.2025
Rubrik:
Digitalisierung und Daten,
Produkte,
Standortpolitik,
Nachhaltigkeit
Wir begrüßen in einer Stellungnahme zur Omnibus-I-Initiative das Ziel der EU-Kommission, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken und die bürokratische Belastung für Unternehmen zu reduzieren. Gleichzeitig weisen wir auf die Notwendigkeit hin, das richtige Gleichgewicht zwischen dem Abbau bürokratischer Hürden einerseits und einer angemessenen Transparenz über entscheidungsrelevante Nachhaltigkeitsaspekte andererseits zu finden. In unserem Positionspapier betonen wir insbesondere, dass
- die Entlastung im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung vor allem durch Straffung und Vereinfachung der ESRS sowie umfassende Angleichung an die internationalen Berichtsstandards des IFRS erfolgten sollte,
- die geplante Einschränkung des Anwendungsbereichs der CSRD und die deutliche Entschlackung der Berichtsvorlagen ausreichen, um Unternehmen bei den Berichtspflichten zur EU-Taxonomie zu entlasten, so dass es keiner weiteren Optionalität bedarf,
- die Klarstellungen der nachhaltigkeitsbezogenen Sorgfaltspflichten nach CSDDD angemessen sind, um Praktikabilität sicherzustellen.
Im Zusammenhang mit Omnibus I hat die EFRAG eine öffentliche Sondierung zur Überarbeitung und Vereinfachung der EU-Nachhaltigkeitsberichtsstandards ESRS gestartet. Der Fragebogen der EFRAG bezieht sich insbesondere auf Ansätze zur Verbesserung der Wesentlichkeitsanalyse, Verschlankung der qualitativen und quantitativen Berichtsstandards und Vereinfachung der allgemeinen Berichtsstruktur. Die Gelegenheit zur Stellungnahme besteht bis zum 8. Mai 2025. Wir arbeiten innerhalb der EFAMA an einer Zusammenstellung der aus Sicht der Fondsbranche entscheidungsrelevanten Datenpunkte zur Nachhaltigkeit und haben im BVI einen Expertenkreis „ESG-Berichtstandards“ eingerichtet, um die Diskussionen zu begleiten.
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