April: Unsicheres Marktumfeld dämpft Fondsabsatz – ETFs bleiben Treiber
11.06.2026
Rubrik:
Vertrieb,
Statistik und Research
Die Fondsbranche verzeichnete im April ein Neugeschäft von netto 2,7 Milliarden Euro. Angesichts des Iran-Konflikts und des stark gestiegen Ölpreises ist das der niedrigste Wert seit September 2024, als 1,8 Milliarden Euro Neugelder zuflossen.
Offene Publikumsfonds erzielten einen Netto-Absatz von 3,1 Milliarden Euro. Bei den Fondsgruppen führten Aktienfonds die Absatzliste mit 3,3 Milliarden Euro an, gefolgt von Mischfonds und Geldmarktfonds. Aus Sachwertefonds und wertgesicherten Fonds flossen jeweils 0,6 Milliarden Euro netto ab.
Offenen Spezialfonds vertrauten institutionelle Anleger, insbesondere Kreditinstitute und Altersvorsorgeeinrichtungen, 1,2 Milliarden Euro an. Mandate außerhalb der Fondshülle verzeichneten Netto-Abflüsse von 0,9 Milliarden Euro und geschlossene Fonds von 0,5 Milliarden Euro.

Seit der verbesserten Erfassung der ETF-Zahlen in der BVI-Statistik Anfang 2025 erzielten offene Publikumsfonds einen Netto-Absatz von durchschnittlich 24 Milliarden Euro pro Quartal. Zwei Drittel der neuen Gelder flossen in ETFs. Besonders profitierten Aktien-ETFs, die 80 Prozent des gesamten ETF-Neugeschäfts verbuchten.
Die deutsche Fondsbranche verwaltete Ende April 5,0 Billionen Euro, darunter 2,3 Billionen Euro in offenen Spezialfonds und 1,9 Billionen Euro in offenen Publikumsfonds. 28 Prozent des Publikumsfondsvermögens entfallen dabei auf ETFs. In geschlossenen Fonds verwalteten die Fondsgesellschaften 65 Milliarden Euro und in freien Mandaten 669 Milliarden Euro.

Detaillierte Daten zum deutschen Fondsmarkt finden Sie in der Investmentstatistik und über die Statistik-Abfragen. Interaktive Grafiken mit Anbietervergleichen können Sie in der Grafikstrecke abrufen.
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