Deutscher Fondsverband

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17.8.2026

Bafin: Erweiterung der KVG-Erlaubnis für neue Anlagemöglichkeiten nach StoFöG erforderlich

Das Standortfördergesetz (StoFöG) erweitert für bestimmte Fonds die Anlagemöglichkeiten.

Das Standortfördergesetz (StoFöG) erweitert für bestimmte Fonds die Anlagemöglichkeiten. Die Bafin hat nun über ihre Verwaltungspraxis zur etwaigen Erweiterung einer KVG-Erlaubnis informiert.

Durch das Gesetz wurde der Kreis der erwerbbaren Vermögensgegenstände für folgende Fonds erweitert:

  • Geschlossene Publikums-AIF können nun auch Anteile an offenen Publikums- und Spezial-AIF erwerben.
  • Offenen Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen steht der Erwerb von Anteilen an geschlossenen Investmentvermögen offen. Darüber hinaus dürfen sie nun auch Beteiligungen an Öffentlich-Private-Partnerschafts-(ÖPP)-Projektgesellschaften und Infrastruktur-Projektgesellschaften erwerben.

Wichtig ist: Möchte eine KVG diese neuen Anlagemöglichkeiten für ihre Fonds nutzen, benötigt sie eine Erweiterung ihrer Bafin-Erlaubnis. Dies gilt auch, sofern in den bisherigen Erlaubnisbescheiden auf in gesetzlichen Vorschriften enthaltene Kataloge von Vermögensgegenständen verwiesen wird. Die neuen Vermögensgegenstände sind daher nicht automatisch von bestehenden Erlaubnissen erfasst.

Betroffene KVGs sollten daher prüfen, ob sie eine Erweiterung ihrer Erlaubnis beantragen müssen.

 

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peggy.steffen@bvi.de

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13.8.2026

ESMA veröffentlicht Hinweise zur Veröffentlichung und Verbreitung von externen ESG-Ratings

Seit 2. Juli 2026 gilt die ESG-RatingVO. Die EU-Behörde ESMA erläutert nun in einer öffentlichen Erklärung ihre aufsichtliche Erwartung, wie die Ausnahme nach A…

Seit 2. Juli 2026 gilt die ESG-RatingVO. Die EU-Behörde ESMA erläutert nun in einer öffentlichen Erklärung ihre aufsichtliche Erwartung, wie die Ausnahme nach Art. 2(2)(k) ESG-RatingVO genutzt werden kann. Diese Vorschrift sieht eine Bereichsausnahme für die Veröffentlichung oder Verbreitung von ESG-Ratings durch Dritte (z.B. Fondsgesellschaften oder andere Finanzmarktteilnehmer) vor, sofern die betreffenden Ratings durch eine zugelassene ESG-Ratingagentur erstellt werden. ESG-Ratingagenturen, die aktuell am Markt präsent sind, haben allerdings bis zum 2. November 2026 Zeit, eine Zulassung bzw. Anerkennung bei der ESMA zu beantragen oder, im Falle kleiner ESG-Ratinganbieter, die zeitlich befristete Nutzung einer Ausnahme von der Zulassungspflicht anzuzeigen. ESG-Ratingagenturen, die eine Zulassung oder Anerkennung anstreben, sollten diese Absicht bis 2. August 2026 bei der ESMA angezeigt haben.

Vor diesem Hintergrund stellt die ESMA Folgendes klar: 

  • Bis zum 2. November 2026 sollen Fondsgesellschaften und andere Dritte weiterhin ESG-Ratings der im Markt aktiven ESG-Ratingagenturen veröffentlichen oder verbreiten dürfen, bis die ESMA einen Beschluss gefasst hat, mit dem sie den Antrag auf Zulassung oder Anerkennung bewilligt oder ablehnt oder einen kleinen ESG-Ratinganbieter registriert, je nach Fallgestaltung.
  • Nach dem 2. November 2026 soll es Dritten nicht mehr gestattet sein, die ESG-Ratings eines ESG-Ratinganbieters zu veröffentlichen oder zu verbreiten, es sei denn, dieser Anbieter (i) hat einen Antrag auf Zulassung oder Anerkennung gestellt oder eine Meldung zur Registrierung im Rahmen der Übergangsregelung für kleine ESG-Ratinganbieter eingereicht; und (ii) ist im öffentlichen Register aufgeführt, das auf der Internetseite der ESMA verfügbar sein wird.

Sofern Ihr Haus von der Ausnahme nach Art. 2(2)(k) ESG-RatingVO für die Veröffentlichung oder Verbreitung von externen ESG-Ratings Gebrauch macht, sollten Sie zum 2. November 2026 überprüfen, ob der/die ESG-Ratinganbieter in das Register der ESMA eingetragen ist.

Die ESMA kündigt an, eine Liste der Unternehmen zu veröffentlichen und regelmäßig zu aktualisieren, die ihre Absicht mitgeteilt haben, weiterhin in der EU tätig zu sein. Die aktuelle Liste der angezeigten Unternehmen finden Sie hier. Zudem hat die ESMA eine Liste der bisher angezeigten kleinen ESG-Anbieter nach Art. 5 ESG-RatingVO veröffentlicht. Aktuelle Informationen zur Zulassung/Registrierung der ESG-Ratinganbieter können über die Internetseite der ESMA bezogen werden.

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13.8.2026

BVI unterstützt Vereinfachungen der Taxonomieberichte

Der BVI begrüßt die Vorschläge der ESMA, um die Taxonomieberichte auf Unternehmensebene zu vereinfachen.

Der BVI begrüßt die Vorschläge der ESMA, um die Taxonomieberichte auf Unternehmensebene zu vereinfachen. In unserer Eingabe unterstützen wir insbesondere die Vorschläge die Berichterstattung über taxonomiekonforme Ausgaben (OpEx) einzuschränken und den separaten Ausweis von Übergangs- und ermöglichenden Tätigkeiten nach EU-Taxonomie einzustellen. Wir sprechen uns zudem dafür aus, die konsolidierte Berichterstattung auf Gruppenebene nach dem Regime der Muttergesellschaft auszurichten. Zudem weisen wir darauf hin, dass in der Berichterstattung durch Assetmanager die Bewertungsgrundlagen zwischen den neuen ESRS- und Taxonomieberichten auseinanderfallen, was für den Nutzer der Daten weitere Erläuterungen erfordert.

Unsere Stellungnahme erfolgte vor dem Hintergrund einer aktuellen Konsultation der ESMA zur Überprüfung der Delegierten Verordnung über Offenlegungspflichten nach EU-Taxonomie. Alle drei EU-Behörden ESMA, EBA und EIOPA sind aufgefordert, Vereinfachungsvorschläge für die Berichte der jeweils beaufsichtigten Unternehmen bis Ende Oktober 2026 an die EU-Kommission zu übermitteln.

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magdalena.kuper@bvi.de

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11.8.2026

Halbjahresbilanz: 80 Milliarden Euro fließen in Publikums- und Spezialfonds

Zur Jahresmitte verwalteten die Fondsgesellschaften für Anleger in Deutschland knapp 5.200 Milliarden Euro. Das sind 7 Prozent mehr als zu Jahresanfang. Zu dies…

Zur Jahresmitte verwalteten die Fondsgesellschaften für Anleger in Deutschland knapp 5.200 Milliarden Euro. Das sind 7 Prozent mehr als zu Jahresanfang. Zu diesem Anstieg haben Netto-Zuflüsse in Publikumsfonds- und Spezialfonds von rund 80 Milliarden Euro beigetragen. Allein offene Publikumsfonds erzielten 51,8 Milliarden Euro neue Gelder. Aktienfonds führen die Absatzliste mit 38,3 Milliarden Euro an. Davon entfallen 33,9 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs.

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Beim verwalteten Vermögen der Publikumsfonds von insgesamt 2.049 Milliarden Euro liegen Aktienfonds mit 1.092 Milliarden Euro vorn. Auf Aktien-ETFs entfallen 496 Milliarden Euro. Ihr Anteil am Vermögen der Aktienfonds beträgt damit 45 Prozent. Über alle Anlageklassen hinweg weist die Statistik für ETFs ein Vermögen von 585 Milliarden Euro aus.

Mehr dazu lesen Sie in unserer Pressemitteilung (deutsch/englisch) zur Investmentstatistik (deutsch/englisch) per 30. Juni 2026.

frank.bock@bvi.de

+49 69 15 40 90 239

4.8.2026

2025 weniger Verbraucherbeschwerden im Fondsgeschäft

Die Ombudsstelle hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Danach ist die Zahl der Verbraucherbeschwerden im Fondsgeschäft im vergangenen Jahr um 33 Prozent …

Die Ombudsstelle hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Danach ist die Zahl der Verbraucherbeschwerden im Fondsgeschäft im vergangenen Jahr um 33 Prozent auf 138 Eingaben gesunken. 2024 waren 207 Beschwerden registriert worden.

In 36 Prozent der Fälle konnte die Ombudsstelle erfolgreich zwischen Verbrauchern und Fondsgesellschaften bzw. Banken vermitteln und zu einer einvernehmlichen Lösung beitragen.

Weitere Informationen finden Sie im Jahresbericht 2025. Diesen veröffentlicht die Ombudsstelle ergänzend zum gesetzlich vorgeschriebenen Tätigkeitsbericht auf freiwilliger Basis.

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timm.sachse@bvi.de

+49 30 644 904 610


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